Richtig lüften

Um Schimmel zu vermeiden sollte richtig und ausreichend gelüftet werden. Doch wie geht richtiges Lüften überhaupt?

Wenn in Räumen eine erhöhte Feuchteeinbringung statt findet sollte diese unmittelbar danach durch korrektes Lüften entfernt werden. Eine Feuchteeinbringung findet Beispielsweise durch Kochen, Duschen oder Wäsche trocknen statt. Um Schimmel an den Wänden und Decken zu vermeiden sollte die Luftfeuchtigkeit nicht dauerhaft über 60% liegen.

keine gekippten Fenster

Über längere Zeit gekippte Fenster sorgen dafür das sich das Bauwerk im Fensterbereich abkühlt. Als Folge kondensiert die feuchte Raumluft in diesem Bereich und Schimmel kann sich bilden. Die Fenster sollten zum Lüften 5-10 Minuten lang, immer weit geöffnet werden und die Zimmertüren sollten dabei offen stehen. Wussten Sie das einige Versicherungen bei einem Einbruch über ein gekipptes Fenster die Zahlung verweigern.

Küche / Bad

Die wohl kritischsten Räumen sind das Badezimmer und die Küche. Hier findet durch Dusche, Baden und Kochen in kurzer Zeit eine schnelle Erhöhung der Luftfeuchtigkeit statt. Daher sollte direkt nach entsprechender Nutzung ordentlich durchgelüftet werden. Wichtig ist es hierbei das Fenster für mindestens 5 Minuten weit zu öffnen. Die Türe sollte dazu offen stehen um den Luftaustausch zu beschleunigen.

Schlafräume

Der Körper gibt laufend Wasser an die Umgebung ab. Daher sollten Schlafräume immer am Morgen nach dem aufstehen ordentlich durch gelüftet werden.

Wohnzimmer

Wie auch im Schlafzimmer erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Wohnzimmer durch die Personen die sich darin aufhalten. Ausserdem sorgen Zimmerpflanzen, Zimmerbrunnen oder der Wäscheständer für eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit. Daher sollte hier nach Bedarf gelüftet werden. Die Aufstellung eines Hygrometers hilft hier stets die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.

Kellerräume

Die Außenwände von Kellerräumen sind oft durch wenig Isolierung und der direkt Kontakt mit dem Erdreich kalt. An den kalten Wänden kondensiert das in der Luft enthaltene Wasser und Schimmel bildet sich. Kellerräume sollten daher regelmäßig gelüftet werden. In den Sommermonaten sollte vorzugsweise Nachts gelüftet werden da kalte Luft weniger Wasser enthalten kann wie warme und somit weniger in den eh schon feuchten Raum eingebraucht wird.

Maschinelle Lüftung

Kontrollierte Wohnraumlüftung

Alternativ zur Fensterlüftung gibts die Möglichkeit über kontrollierte Wohnraum Lüftungsgeräte (KWL) zu lüften. Hier muss man sich abgesehen von der Wartung und Filterwechsel um nichts mehr kümmern. Ein klarer Vorteil von Wohnraum Lüftungsgeräten ist die Wärmerückgewinnung. Bei einer reinen Fensterlüftung wird vor allem im Winter die Wärme im Raum einfach zu den Fenster raus gelassen. Der Wärmetauscher im Lüftungsgerät heizt über die warme Abluft die kalte Außenluft auf und gewinnt so kostbare Energie zurück. Das schont den Geldbeutel und einen kontinuierlichen Luftaustausch.

dezentrale Lüftungsgeräte

Neben zentralen Lüftungsgeräten gibt es auch dezentrale Geräte. Hierbei werden mehrere Geräte paarweise in verschiednen Positionen in der Wohnung eingebaut. Diese verfügen über einen Wärmespeicher der ähnlich wie bei zentralen Geräten für eine Wärmerückgewinnung sorgt. Der Vorteil dabei ist das eine Nachrüstung im Bestand einfach zur realisieren ist.

Kleinraumlüfter

Kleinraumlüfter und Badlüfter zur Schimmel Vermeidung

Die Nachrüstung von oben genannten Lüftungsgeräten gestaltet sich im Bestand oft schwierig. Um einzelne Räume zu lüften können auch sogenannte Kleinraumlüfter eingebaut werden. Dies empfiehlt sich zum Beispiel im Badezimmer. Je nach Gerät wird dieses über den Lichtschalter oder eine Feuchteregelung aktiviert und läuft dann einige Zeit nach bis sich die Luftfeuchte wieder gesenkt hat. Zur Montage ist lediglich eine Kernlochbohrung und der elektrische Anschluss erforderlich. Als positiver Nebeneffekt können auftretende Gerüche beim Toilettengang direkt mit abgesaugt werden. Den Helios M1/100F habe ich für euch getestet: Zum Artikel